Studienkredit.de News und Expertenblog

 

Studiengebühren - wie lange gibt es sie noch?

04.02.13 04:47 Studienfinanzierung Tipps und Tricks, Staatliche vs privatwirtschaftliche Studienkredite, Studienkredite und Bafög, Studienkosten, Studiengebühren, Studienkredit-Modelle

Mit Bayern und Niedersachsen kippen auch in den letzten beiden Bundesländern die Studiengebühren. Wer schneller sein wird, ist noch offen.

In den letzten Wochen stehen die Studiengebühren wieder im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion. In Bayern wurde ein Volksbegehren gegen Studiengebühren erstritten und gerade mit Erfolg durchgeführt. Bis zum Schluß standen wahlberechtigte Bürger noch vor Rathaus wie Bürgerbüro Schlange, damit das Quorum von 10% geknackt wird und über 930.000 Überschriften in ganz Bayern zusammen kommen. Schon im Vorfeld sprach man sich seitens der CSU bereits positiv zur Abschaffung der Uni-Maut aus, nicht zuletzt wohl auch aufgrund der anstehenden Landtagswahlen. Nur die FDP hält hier weiterhin an einer nachgelagerten Entrichtung der Studiengebühren z.B. nach dem Einstieg ins Berufsleben, wie es schon erfolgreich an einigen Privathochschulen gehandhabt wird, fest. Steht mit diesem konstruktiven Vorschlag aber allein auf weiter Flur.

Die Frage der Studiengebühren war auch im Wahlkampf zu den Landtagswahlen in Niedersachen ein großes Thema. Die künftige rot-grüne Regierung hat bereits die Abschaffung der Studiengebühren in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart. Bis in Niedersachsen keine Campus-Maut mehr verlangt wird, werden allerdings noch ein paar Semester vergehen. Studierende können sich jedoch damit trösten, dass man im Norden spätestens bis zum Start ins Wintersemester 2014/2015 ohne Studiengebühren auskommen will.

Welches Bundesland am Ende schneller in derAbschaffung der Studiengebühren sein wird, ist also noch offen. Genauso offen bleibt auch die Frage, ob durch die bundesweite Abschaffung der Studiengebühren nun wirklich alle Gerechtigkeitsfragen gelöst sind, von der Frage der Finanzierung der Hochschulen mal ganz zu schweigen.  Ist es gerecht, dass ein Studium vom Staat finanziert wird, während ein Meister seine Ausbildung selbst bezahlen muß und durch seine Steuerabgaben das Studium anderer mitfinanziert? Die Verwendung der Studiengebühren war sicher zu intransparent und sicher haben sich zu wenig Verbesserungen in der Hochschul-Infrastruktur bemerkbar gemacht. Dennoch wird Bildung heute weltweit längst als eine Investition in Wissen verstanden und nicht mehr als Aufgabe des Staates. Davor kann auch Deutschland nicht die Augen verschließen. Auch wird die Politik nicht um die Frage der Hochschulfinanzierung drum herumkommen. Vorbilder sollten hier daher durchaus Modelle der nachgelagerten Zahlung von Studiengebühren bzw. der umgekehrte Generationenvertrag sein, die neben Privathochschulen auch von Bildungsfonds erfolgreich umgesetzt werden. Es wird also Zeit, dass die Politik hier mit innovaiven neuen Ansätzen ein Zeichen setzt.

Quelle

 

zurück zur Übersicht

 

 
Noch keine Kommentare.
 

Diesen Beitrag kommentieren oder eine Frage stellen

Hinweis: Kommentare werden vor der Freischaltung von studienkredit.de geprüft.