Ab dem Sommersemester 2012 werden auch in Baden-Württemberg keine Studiengebühren mehr erhoben werden. Die neue Regierung sieht dies positiv für Studierende wie Hochschulen. Während die Studierenden keine 500 Euro Studiengebühren mehr pro Semester aufbringen müssen, haben die Hochschulen nun offenbar eine höhere Planungssicherheit. Diese werden zukünftig vom Land für jeden eingeschriebenen Studenten mit 280 Euro pro Semester unterstützt. Fraglich bleibt jedoch, ob das neue Gesetz wirklich so viele Vorteile bringen wird wie die Landesregierung es sich erhofft . Die Studierenden hat offenbar die bisherige Erhebung von Studiengebühren gar nicht sonderlich gestört bzw. abgeschreckt. Eher im Gegenteil, Hochschulen, die Studiengebühren veranschlagen, gelten als besonders attraktiv. Steuerzahler hingegen werden wenig erfreut sein, wenn nun auch für diejenigen das Studium subventioniert wird, die hätten selbst für ihre Studiengebühren aufkommen können, ohne grossartig Nebenjobs verfolgen zu müssen. Schon heute kostet jeder Studienplatz den Steuerzahler im Baden-Württemberg zwischen 10.000 und 35.000 Euro. Ohne Studiengebühren Erhebung werden die Kosten noch deutlich weiter steigen. Was während der Studenten-Zeit also noch angenehmen erscheint, ist nach Eintritt ins Berufsleben auch für Absolventen gar nicht mehr so schön. Denn dann gehören auch sie zu den Steuerzahlern.
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