Aufgrund der Flut von Erstsemestlern zum Wintersemester 2011/12 an deutschen Hochschulen, ziehen nun auch unsere Nachbarländer die Reißleine und bauen sich erste ‚Schutzdämme‘. Allen voran verschärft die Schweiz ab sofort die Zulassungsbeschränkungen für Studierende aus Deutschland und erhöht allerorts die Studiengebühren. Ausländische Gaststudenten zahlen deutlich höhere Studiengebühren als Studierende aus der Schweiz. Die unter Studierenden sehr beliebte Universität St. Gallen wird bspw. ab 2012 die Studiengebühren für Ausländer pro Semester um 800 Euro erhöhen. In Lugano ist es besonders happig, dort zahlen Gaststudenten doppelt so viel wie Einheimische und auch Freiburg verlangt 125 Euro pro Semester extra. Die hohen Gebühren allein schrecken aber offenbar nicht genügend ab. Besonders stark frequentierte Hochschulen berufen sich daher nun zusätzlich auf ein Schweizer Gutachten, welches die umstrittene Quoten-Regelung erlaubt. Schon jetzt ist die Zahl der Nicht-Schweizer an der Hochschule St. Gallen auf 25% begrenzt. Da die Deutschen die größte Gaststudenten Gruppe bilden, handelt es sich also quasi jetzt schon um eine Quotenregelung für deutsche Studierende. Auch in Sachen Notendurchschnitt ist man nicht zimperlich. Studierende, die an einem Studium in Bern oder Zürich interessiert sind, müssen künftig einen Notendurchschnitt von mindestens 2 vorweisen können oder aber an einer deutschen Hochschule eingeschrieben sein. In Basel, Luzern, Neuburg, Freiburg, Genf und Luzern ist auch ein Durschnitt von 2,5 noch zulässig. Sicher ist nachvollziehbar, dass die Schweiz vor allem qualifizierte Gaststudierende in die eigenen Hochschulen lassen möchte. Fraglich bleibt jedoch, ob dies mit hohen Studiengebühren und Quoten sichergestellt werden kann.
Studiengebühren in der Schweiz Übersicht
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