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US-Colleges: Auswahl nach Geldbeutel

29.09.11 12:10 Studienkredite für Ausland, Staatliche vs privatwirtschaftliche Studienkredite, Studiengebühren

Die Studienplatzzusage hängt offenbar in den USA nicht mehr nur von der Leistungsfähigkeit eines Studienbewerbers ab. Eine neue Studie zeigt, wie stark sich die US-Finanzkrise auf Studienanfänger und ihren Hochschulzugang auswirkt.

Unerwartet stark wirkt sich die Finanzkrise in den USA offenbar schon heute auf die Hochschulpolitik aus. Gemäß dem Inside Higher Ed Survey 2011, wird die Prüfung der Finanzstärke von Studieninteressenten ein immer wichtigerer Bestandteil des Aufnahmeverfahrens. An vielen Colleges geht es längst nicht mehr darum, die leistungsstärksten Bewerber zu gewinnen oder Minderheiten bestmöglich einzubeziehen. Jede Hochschule muß ihre Finanzen zunehmend ohne staatliche Hilfe in den Griff bekommen und prüft daher, ob der jeweilige Studienplatzbewerber auch wirklich selbst in der Lage sein wird, die Studiengebühren zu bezahlen. Auch werden Studierende aus anderen Bundesstaaten oder idealerweise gleich aus dem Ausland bevorzugt zugelassen. Denn diese müssen höhere Studiengebühren zahlen. Zahlungskraft statt guter Noten, so präsentiert sich das Auswahlverfahren für den US-Hochschulzugang der Zukunft. Wohin das führt ist bislang für Studierende wie Hochschulen nicht abzusehen. Mittelfristig wird sicher der Ruf der Hochschulen leiden, von frustrierten qualifizierten aber wenig zahlungskräftigen Studierenden ganz zu schweigen.

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