Was die Politik mit der hohen Staatsverschuldung vorlebt, bürgert sich scheinbar auch in der Gesellschaft immer mehr ein. Viele junge Menschen haben bereits Kreditkartenschulden oder können ihre Handyrechnung nicht begleichen. Während Schulden aus der Aufnahme von Studienkrediten eher noch als eine Investition in die Zukunft gesehen werden. Sowohl Konsumschulden als auch Investitionen stellen aber wohl kein großes Drama da. Das Leben auf Pump wird als normal empfunden. Die Furcht vor Schulden ist längst verloren. Stattdessen steigern Schulden offensichtlich das Selbstwertgefühl, vor allem der befragten jungen Leute aus unteren Einkommensschichten, und werden positiv gesehen. Gemäß der Studie gelten Wohlstand und Karriere auf Kredit scheinbar als eine Art Freiheitsgewinn oder Selbständigkeit. Junge Menschen aus wohlhabenden Familien hingegen empfinden Schulden als wenig positiv, es sei denn, sie sind strategisch z.B. aus steuerlichen Gründen oder für das eigene Prestige förderlich. Je älter die Studierenden werden, umso mehr wendet sich das Blatt dann allerdings. Die Befragten über 28 Jahre sehen sich schon viel stärker mit der Rückzahlung konfrontiert und realisieren, wie schwer selbige werden könnte. Die Lust auf Schulden dürfte ihnen vergangen sein.
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Quellehttp://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0049089X11000299
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