Die Bemühungen der Bundesländer um eine flächendeckende Durchsetzung der Erhebung von Studiengebühren für das Erststudium waren anfangs groß. Die Maßnahmen wurden gegen Studentenproteste verteidigt; die Landesbanken haben Studiengebühren- Verweigerern vereinzelt sogar das Giro-Konto bei ihrer Hausbank gesperrt, bis die Studierenden die ausstehenden Gebühren beglichen haben. Mittlerweile hat sich die so genannte Campus-Maut jedoch vielerorts längst wieder in Luft aufgelöst. Mit dem anstehenden Regierungswechsel in Hamburg, wird die Studiengebühren-Erhebung mit großer Wahrscheinlichkeit in einem weiteren Bundesland gekippt werden. Bisher hatte Hamburg von seinen Studierenden im Erststudium 375€ pro Semester verlangt.
Weiterhin festhalten wollen vorerst Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern am gebührenpflichtigen Erststudium. Während das Land Niedersachsen von jedem Studierenden im Erststudium pauschal 500€ pro Semester verlangt, schwanken die Gebühren im Süden je nach Hochschule zwischen 300 und 500€. In Niedersachen und Bayern besteht auch mittelfristig keine große Aussicht auf eine Änderung. Studierende aus Bayern nutzen daher zunehmend auch Studienangebote im gebührenfreien Österreich. In Baden-Württemberg könnte sich hingegen nach den anstehenden Landtagswahlen in diesem Jahr noch etwas tun. Je nachdem wie die Wahlen ausgehen werden.
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