Studierende, die sich ihr Bachelor Studium fremdfinanzieren lassen, sind zunächst einmal fein raus. Frei von finanziellen Sorgen können sie sich voll und ganz auf das Studium konzentrieren. Mit der Erlangung der Bachelor-Urkunde kann sich dies schlagartig ändern. Denn wer einen Master anschließen will, kann nicht unbedingt automatisch seinen Studienkredit fortführen. Schon gar nicht, wenn das jeweilige Studienkredit-Produkt, wie z.B. der ehemalige Dresdner FlexiStudienkredit oder das Studiendarlehen der PSD Rhein-Ruhr längst nicht mehr angeboten wird. Häufig steht ein baldiger Beginn der Rückzahlung ins Haus, ganz egal, wie sich die finanzielle Situation des Absolventen gestaltet und wie die weitere Karriereplanung aussieht. Dies ist vielen Studierenden nicht ausreichend bewusst und führt schnell zu existentiellen Nöten. Auch der bei Studierenden offenbar sehr beliebte, staatliche KfW-Studienkredit stellt klare Bedingungen. Hier erhält der Studierende schon kein Geld mehr, wenn er nicht fristgerecht seine Scheine nachweisen kann. Zudem ist der Zinssatz über die Laufzeit variabel und kann auf eine maximale Zinshöhe von bis zu 8,35% heraufgesetzt werden. Dies würde sich erheblich auf die Rückzahlungslast auswirken.
Wer für sein Bachelor-Studium auf externe finanzielle Unterstützung angewiesen ist, sollte sich also darauf einstellen, dass nach dem Bachelor Abschluß erst einmal die Rückzahlung des geliehenen Geldes ansteht. Das Master Studium muß eventuell trotz guter Noten noch eine Zeit lang warten.
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