Gerade in den USA müssen sich Studierende hoch verschulden, um ein Studium absolvieren zu können. Bis zum Beginn der weltweiten Finanzkrise war das auch kein großes Problem, denn die Berufseinstiegschancen waren für Hochschulabsolventen sehr gut. Die Situation hat sich inzwischen drastisch verändert, so dass viele Absolventen ihren Rückzahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können. Die National Association of Social Work hat daher ein neues Programm zur Begleichung der Schulden aus Studienkrediten gestartet. Kann keine Tilgung an die Bank geleistet werden, so können Absolventen ihr Wissen und ihre Arbeitskraft in soziale Projekte einbringen. Sie arbeiten vor allem in Schulen und im Pflegebereich mit. Wer sich hier 10 Jahre lang möglichst Vollzeit einbringt, ist schuldenfrei, auch ohne eine Tilgungsrate zu leisten. Andere Organisationen bieten einem 50.000$ zur Rückzahlung der Schulden auf einen Schlag gegen eine Verpflichtung zu einer mehrjährigen Mitarbeit. Die Institutionen haben großen Zulauf, denn beide Seiten profitieren, sowohl die sozialen Einrichtungen als auch die betroffenen Absolventen.
Vielleicht wird dieses Model ja auch nach Europa getragen. Gerade in Deutschland werden durch den Wegfall des Zivildienstes ab diesem Sommer viele helfende Hände im Pflegesektor fehlen. Soziale wie Pflegeeinrichtungen würden also auch hierzulande von einer Unterstützung durch Absolventen profitieren.
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