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BaföG-Sätze steigen zum Wintersemesterstart

19.10.10 10:55 Studienkredite und Bafög

Nach zäher Verhandlung zwischen Bund und Ländern ist die Erhöhung des BaföGs nun vom Bundesrat beschlossen worden. Im studentischen Geldbeutel wird sich dies jedoch nur wenig bemerkbar machen.

Die Bundesbildungsministerin, Annette Schavan, präsentiert sich zum Start des Wintersemesters 2010/11 mit einem besonderen Schmankerl den Studierenden. Ihre Gesetzesvorlage zur Steigerung der BaföG-Sätze um 2% ist gerade noch rechtzeitig genehmigt worden.  Der BaföG-Höchstsatz steigt demnach ab Oktober 2010 auf 670 Euro monatlich an. Studierenden stehen damit bestenfalls gerade mal 13 Euro mehr zur Verfügung als bisher. Kosten wird die Erhöhung rund 360 Millionen Euro. Dies muß der Bund nun quasi alleine durch Steuergelder finanzieren oder er verschuldet sich weiter. Denn der zugeschlüsselte Kostenanteil von einem Drittel  wird von den Ländern zwar offiziell gezahlt werden, sie erhalten aber im Gegenzug 130 Millionen Euro vom Bund für die Investition in Forschungsprojekte.

Neben der Erhöhung BaföG-Sätze umfaßt die BaföG-Novelle jedoch auch die Verschiebung der Altersgrenze von BaföG-Empfängern auf 35 Jahre sowie die Anhebung der Einkommensfreibeträge um 3%. Bisher konnte nur  rund ein Fünftel der Studierenden mit einem Zuschuß zu den Lebenshaltungskosten vom Staat rechnen. Der Anteil soll durch die neuen Regelungen nun weiter steigen. Wer dann jedoch tatsächlich mit monatlich wie viel mehr Geld rechnen kann, hängt weiter von der Einkommenssituation der Eltern ab. Bisher liegt die monatliche BaföG-Auszahlung im Durchschnitt bei rund 430 Euro und damit weit von den maximal finanzierten 670 Euro entfernt.

Quelle

 

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