Da die Hochschulen immer knapper bei Kasse sind, wird derzeit intensiv diskutiert, die Gebühren für Gaststudenten aus dem Ausland zu erhöhen. Vor allem die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Berlin setzen sich für eine Extra-Gebühr für ausländische Studierende ein, wie sie auch in anderen Ländern üblich ist. Neben England und den USA zieht vor allem Australien extrem hohe Studiengebühren von Gaststudenten ein. Dank der hohen Beliebtheit des Landes bei Schülern und Studierenden gilt Bildung nach den Rohstoffen mittlerweile als ein der wichtigsten Einnahmequelle für die Nation und beschert Milliardenumsätze.
In Deutschland ist es bis dahin aber noch ein langer Weg. Zunächst muß geklärt werden, für welche Studierende die höhere Gebühr fällig werden. Studierende aus der EU sollen weiterhin wie inländische Studierende behandelt werden. Auch Studierende aus Entwicklungsländern können nicht stärker zur Kasse gebeten werden. Parallel zur Frage der Studiengebühren-Erhöhung muß auch das Angebot an den Hochschulen verbessert werden. Momentan hapert es insbesondere noch an der Betreuung von Gaststudenten und der Sicherstellung des Studienerfolgs. Denn nur zufriedene, erfolgreiche Gaststudenten, werden wieder neue Gaststudenten anlocken.
Quelle: Spiegel online
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