Zweimal im Jahr, am 01.April und am 01.Oktober, setzt die KfW den Zinssatz für den KfW-Studienkredit neu fest. Die Zinsen orientieren sich dabei an dem Zinssatz, den sich Banken untereinander berechnen (EURIBOR). Und da das Zinsniveau am Kapitalmarkt derzeit auf einem historisch niedrigen Niveau ist, sind es auch die Zinsen für den KfW-Studienkredit: aktuell liegt der Zinssatz für den KfW-Studienkredit seit dem 01.10.2009 bei nur noch 3,68 % p.a. effektiv. Aber Achtung: der Zinssatz kann sich zweimal jährlich ändern. Steigt das Zinsniveau am Kapitalmarkt also, wird auch der Zins für den KfW-Studienkredit steigen. Allerdings ist die Obergrenze für die nächsten 15 Jahre auf einen Maximalzins von 8,6 % p.a. festgelegt – was insgesamt als moderat angesehen werden kann. In den USA etwa liegen derzeit die Zinssätze für staatlich subventionierte Studienkredite bei zwischen 5,6 % p.a. und 6,8 % p.a. (siehe auch hier); private Anbieter verlangen häufig deutlich mehr (siehe z.B. hier).
Auch der KfW-Studienkredit ist vollkommen unbesichert und damit für den Geldgeber, also die KfW, mit einem entsprechenden Risiko verbunden. Vor diesem Hintergrund sind die Konditionen derzeit wirklich positiv zu bewerten.
Allerdings sollten Studierende auch in der momentanen Situation wirklich nur so viel Studienkredit beantragen, wie sie auch wirklich dringend brauchen. Bei der Bedarfsschätzung hilft der Bedarfscheck.
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