Studienkredite werden schnell mit einem Sonderstatus verbunden, der einem als Studierenden schnelles Geld auf unkomplizierte Weise und vglw. günstige Zinsen bringen soll. In der Realität fällt dies aber nicht immer ganz so paradiesisch aus wie man sich das vielleicht gewünscht hat. Nicht nur die Zinssätze können sich über die Kreditlaufzeit drastisch verändern und für eine böse Überraschung hinsichtlich der Gesamtkosten für den Kredit sorgen, sondern auch andere Rahmenbedingungen.
Es gibt z.B. Kredite, die zu Beginn der Rückzahlungsphase in einen Ratenkredit (siehe Glossar) gewandelt werden. Die Rückzahlung erfolgt dann zwar i.d.R. zu einem festen Zinssatz, aber dafür in möglichst kurzer Zeit (maximal 7 Jahre) und mitunter auch zu einem wesentlich höheren Zinssatz als dem während des Studiums berechneten! Wer sich da auf eine möglichst lange Rückzahlungsdauer (z.B. über 10 Jahre) eingerichtet hat, wird mit deutlich höheren monatlichen Belastungen für die Rückzahlung rechnen müssen als ursprünglich geplant.
Außerdem kann der Abschluß einer Restschuldversicherung von der Bank verlangt werden, die je nach Kreditvolumen mehrere tausend Euro betragen kann. Diese muß zusätzlich gezahlt werden.
Ein Beratungsgespräch in der Bankfiliale vorab hilft hier sicher weiter. Laßt Euch in jedem Fall alle Passagen des Kreditvertrags genau erläutern, wenn Ihr das Gefühl habt, noch nicht alles verstanden zu haben.
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