Die Finanzmarkt-Krise wirkt sich nicht auf alle Arten von Studienkrediten in gleichem Ausmaß aus. Während Studierende, die einen gängigen Studienkredit samt Rückzahlung mit Zins und Tilgung abgeschlossen haben, sich gerade hart mit Ihren Verbindlichkeiten konfrontiert sehen, wirkt sich der Kollaps auf andere Finanzprodukte wie z.B. Studienfonds weit aus weniger stark aus. Studenten, die eine Bildungsfonds-Finanzierung verfolgen zahlen ganz unabhängig von der Entwicklung von Fremdkapitalzinsen zurück. Festgelegt wird basierend auf der Finanzierungssumme und –dauer stattdessen ein bestimmter Prozentsatz, der später vom erzielten Einkommen nach Berufsstart über eine bestimmte Anzahl von Monaten zurückgezahlt wird. Die Rückzahlungshöhe orientiert sich damit also rein am späteren Verdienst. Vermutlich wird sich aber die Bankenkrise auch nachhaltig auf die Wirtschaft auswirken, was den Jobstart in den nächsten Jahren ähnlich der Situation nach dem 11. September 2001 wieder erschweren könnte. Bildungsfonds bietet hierfür eine gewisse Absicherung. Denn wer nicht gleich ins Berufsleben startet, kann die Rückzahlung zeitlich nach hinten verschieben. Zudem ist die Rückzahlungshöhe nicht fix wie bei einem gängigen Studienkredit, sondern passt sich der finanziellen Situation des Studierenden an. So kann die Rückzahlung höher als die Auszahlung, gleichhoch oder auch geringer als die Auszahlung ausfallen. In jedem Fall wird der Studienkredit-Nehmer durch die einkommensabhängige, prozentuale Rückzahlung vom Gehalt vor finanzieller Überlastung nach dem Jobstart geschützt.
Der Mut, sich mit neuen Finanzkonzepten auseinander zusetzen kann sich also durchaus lohnen. Die Investition in die eigene Bildung und damit die berufliche Zukunft sollte gut überlegt sein.
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