Die Bankenkrise schlägt immer höhere Wellen und hat inzwischen auch Deutschland voll erfasst. Als Auswirkung ist alles bis hin zur nächsten Weltwirtschaftskrise denkbar. Auch für Studienkredite wird damit das Geld von Banken nicht mehr so fließen können wie bisher. Vielleicht verschwinden einige Angebote sogar wieder ganz vom Markt, vielleicht werden auch die Aufnahmebedingungen verschärft. Mit ziemlicher Sicherheit aber kann mal als Student wohl von einer deutlichen Steigerung der Zinsen und damit der Gesamtkosten des Kredits ausgehen. Besonders lukrativ waren Studienkredite bisher wohl insgesamt noch nicht für die Banken. Schon allein der häufige Rückgriff auf den KfW-Studienkredit von Instituten statt der Konzeption eigener Konzepte spricht dafür. Primär dienen Studienkreditangebote also als Kundenbindungsinstrument, von dem man sich eher langfristig einen Nutzen verspricht. Daher waren Banken, die eigene Konzepte anbieten auch bisher bereit, günstigere Konditionen anzubieten als für den gängigen Privatkredit. Aufgrund des Überlebenskampfes der letzten Wochen sind die Geldpolster hierfür jedoch definitiv weiter geschrumpft. Es könnte sich also einiges an den bestehenden Verträgen ändern, insbesondere was die Rückzahlungsbedingungen und –konditionen sprich Zinssätze angeht.
Studierende sollten daher noch kritischer prüfen, welche Kreditsumme sie wirklich beantragen wollen bzw. müssen, um das Studium zu finanzieren. Vielleicht ist das Studium an einer kostengünstigeren Hochschule, in einer nicht so teuren Stadt oder im In- statt Ausland doch weniger finanziell riskant in Zeiten von Bankenkrisen dieses Ausmaßes. Nach dem Berufsstart ist man sicher doppelt froh über jeden Euro, den man für sich behalten kann und nicht für andere Verpflichtungen sofort wieder ausgeben muß.
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