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Mythos Zinssatz für den Studienkredit

11.09.08 16:26 Zinsen / Zinskosten

Zinssatz – jeder kennt ihn, kaum einer versteht ihn. Die Top-Five der häufigsten Zins-Irrtümer…

 

 

Zins

 

Der Zinssatz gilt bei Studierenden offenbar als a und o für die Auswahl eines geeigneten Studienkreditanbieters. Mal abgesehen von der Tatsache, dass der Zinssatz immer mit anderen Bedingungen in Verbindung steht und nicht allein betrachtet werden kann, scheint der Zins für viele eine Art „Black Box“ zu sein.  

 

 

 

 

Hier unsere Top-Five der häufigsten Zins-Irrtümer:

 

Zins- und Prozentsatz ist dasselbe: keinesfalls! Hinter jedem Zinssatz steht die Abkürzung p.a., dies bedeutet per annum, also pro Jahr. Sprich Monat für Monat, Jahr für Jahr wächst der geliehene Finanzierungsbetrag an und damit auch die Zinskosten für das geliehene Geld. Selbst über die Ruhephase (Karenzzeit) und die Rückzahlungsphase hinweg fallen noch Zinskosten an. Also bitte auf keinen Fall einfach den Förderbetrag mit dem angegebenen Zinssatz multiplizieren und fertig ist die Rechnung:Stichwort ‚Zinseszins’.


Effektiv und absolut ist doch egal: nicht ganz! Relevant für die Studienkreditkosten ist immer nur der Zinssatz effektiv (oft ‚eff.’ abgekürzt). Denn dieser umfaßt alle Bearbeitungsgebühren und sonstige Kosten, die später berechnet werden, und berücksichtigt auch die Häufigkeit und die Zeitpunkte, zu denen die Zinsberechnungen stattfinden.


Zinssätze verändern sich nicht: falsch! Zinssätze werden ganz häufig als „variabel“ ausgewiesen, sie werden meistens halbjährlich der Entwicklung des EURIBOR (das ist der Zinssatz, zu dem sich die Banken in Euroland untereinander Geld leihen) angepasst. Nur wenn hinter dem Zinssatz ‚fix’ steht, ist wirklich von gleichbleibenden Zinsen auszugehen. Einige Banken und Finanzierungsanbieter garantieren auch eine bestimmte Maximalverzinsung als Cap nach oben; das bedeutet, dass nie ein höherer Zinssatz zu zahlen ist als der genannte.


Staatliche Kredite bieten den günstigsten Zins: ebenfalls nicht unbedingt korrekt. Zwar muß beim BaföG nur die Hälfte des Förderbetrags überhaupt zurückgezahlt werden und das ohne Zinskosten, aber dafür kann oftmals auch nur eine geringe Summe finanziert werden. BaföG ist vom Umfang her also nicht vergleichbar mit Studienkrediten. Des Weitere wird auch der KfW-Studienkredit von einer staatlichen Bank angeboten. Es wäre aber sicher ein Irrtum, daraus zu schließen, dass hier der niedrigste Zinssatz aller Studienkredite am Markt geboten wird. Das ist definitiv nicht der Fall.


- Niedriger Zinssatz und alles ist in Butter: Obacht, der Zinssatz basiert immer auf bestimmten Annahmen insbesondere, was die Rückzahlung angeht. Niedrige Zinssätze können an eine schnelle Rückzahlung gekoppelt sein. Da können nach Studienende schnell um die 300 bis 500€ pro Monat auf einen zukommen. Was, wenn man dann noch keinen Job hat oder im ersten Job noch nicht das Einkommen erzielt, das man sich gewünscht hat?

 

Laßt Euch nicht von Finanzlatein und Zinseszins einschüchtern, sondern arbeitet Euch in die Materie ein, auch wenn’s schwer fällt. Durch die externe Finanzierung seid Ihr vielleicht zum ersten Mal im Leben mit wirklichen Schulden konfrontiert. Das sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen und Verträge unterschreiben, die man vielleicht gar nicht im Detail verstanden hat.

 

[ Sind staatliche Studienkredite wirklich billiger? ]   [ Warum wir als Bildungsfonds-Anbieter Studienkredit.de starten ] 

 

 

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