Diplom noch vorherrschend, nur langsam Umstellung auf Bachelor/ Master
Die Psychologie, eine für viele junge Menschen sehr faszinierende Disziplin, beschäftigt sich mit dem Verhalten, der Wahrnehmung und den Denkmustern von Menschen. Psychologie gilt als Grenzwissenschaft, da sie Elemente aus der Natur-, Kultur- und Sozialwissenschaft vereint. Charakteristisch für dieses Studienfach ist zudem eine Vielzahl von Auffassungen über Methoden und Zielsetzungen der Psychologie, was zu einem breiten Lehrangebot führt. Noch relativ einheitlich werden im Grundstudium zunächst Grundkenntnisse der Psychologie vermittelt. Für viele Studierende überraschend ist sicher der nicht unerhebliche Umfang an mathematisch-statistischen und Biologie-orientierten Fächern. Studierende der Psychologie müssen z.B. auch wissen, wie das Gehirn oder Nervenimpulse funktionieren sowie die Wirkungsweise von Psychopharmaka verstehen, um später ihren Patienten helfen zu können. Da es sich um ein Universitätsstudium handelt liegt zudem ein gewissen Schwerpunkt in der Vermittlung von Methodenwissen für die Bearbeitung von Forschungsprojekten (Interviewtechniken, Statistik, Datenerhebung und –Auswertung etc.). Im Hauptstudium erfolgt dann eine Spezialisierung auf Bereich wie z.B. medizinische Psychologie oder Arbeitspsychologie. Will man später als Psychologe in eigener Praxis tätig werden, so schließt sich eine Ausbildung als Psychotherapeut an das Psychologiestudium an.
Psychologie Studenten müssen viele Methodiken auch an sich selbst testen (Selbsterfahrung), denn es ist wichtig, sich selbst vorab genau zu kennen, bevor man später andere Patienten berät. Zudem muß ähnlich wie im Medizinstudium gelernt werden, ausreichend inneren Abstand zum Schicksal der Patienten zu halten. Angehende Psychologen sollte eine gewisse Neugier für Menschen mitbringen und gleichzeitig vom Wesen her sehr ruhig und einfühlsam und distanziert sein.
In immer mehr Branchen und Aufgabengebieten werden heute Teilaspekte der Psychologie angewandt. Dementsprechend gibt es auch sehr viele neue Spezialisierungsmöglichkeiten im Psychologiestudium von der Wirtschaftspsychologie der Märkte über die Verkehrspsychologie bis hin zur Behandlung von psychischen Erkrankungen unter denen immer mehr Menschen leiden.
Die Vielzahl von Spezialisierungsmöglichkeiten im Psychologiestudium kann hilfreich sein, um sich seine eigene Nische zu suchen. Psychologie ist als Studienfach nach wie vor sehr überlaufen und nicht jeder wird später als Psychotherapeut tätig sein können.
Die Absolvierung von Auslandssemestern oder sogar eines kompletten Auslandsstudiums während des Psychologiestudiums sind empfehlenswert. Viele neue Theorien und Arbeitsmethoden kommen aus den USA, was einen Auslandsaufenthalt vor Ort sicher besonders interessant macht.
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Für ein Psychologiestudium eignen sich die meisten Studienkredite. Die Chancen, einen solchen zu bekommen sind jedoch von Institut zu Institut sehr unterschiedlich, weil die Berufsaussichten eher durchweisen sind und somit vielen Banken u.U. Anlaß zu hohem Risikopotential für die Rückzahlung geben. Insbesondere stark leistungsorientierte Finanzierungsmöglichkeiten mit einer einkommensabhängigen Rückzahlung passen ggf. nicht ideal zu einem Psychologiestudium. In jedem Fall sollte der Studierende sein Studium genau durchgeplant haben und eine klare Vorstellung zu seinen Karrierevorstellungen mitbringen, wenn er sich für eine externe Finanzierung qualifizieren möchte.
Die an das Studium angeschlossene, recht kostspielige Fachausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten (in Höhe von ca. 20.000€!) wird übrigens i.d.R. nicht von Studienkreditanbietern finanziert. In dieser Zeit kann der Studienkredit auch meistens nicht zurückgezahlt werden, was ggf. die Gesamtkosten für einen Studienkredit weiter in die Höhe treibt. Finanzierung und Karriereplanung sollten hier also sehr gut durchdacht sein.
Andere Arten von Studienfinanzierung für Psychologie-Studenten sind :
In Deutschland zählen die folgenden Hochschulen zu den besten für das Fach Psychologie:
Vollständiges Ranking siehe:
Studienplätze für den Diplom-Studiengang Psychologiestudium werden über die ZVS vergeben. Für die noch recht jungen Bachelor Programme kann man sich direkt an der jeweiligen Hochschule bewerben. Immer stärker wird auch nach dem Abiturdurchschnitt oder den Noten in besonders studienrelevanten Fächern wie Mathe oder Biologie geschaut. Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie erarbeitet zudem derzeit einen Eignungstest für das Psychologiestudium.
Da das Psychologiestudium selbst doch recht theoretisch gehalten ist, kann es für die eigene Motivation sehr hilfreich sein, immer wieder Praktika in unterschiedlichsten Einsatzbereichen der Psychologie zu absolvieren. Dies ist auch vor dem Hintergrund der schwierigen Berufseinstiegssituation sehr wichtig, denn der Arbeitsmarkt für Psychologen ist vergleichsweise klein.
Die meisten Absolventen sind anschließend in Kliniken, eigener Praxis oder in psychologischen Beratungsstellen tätig. Ein noch relativ neues Arbeitsfeld ist die Freizeitpsychologie, die z.B. die Auswirkung des frühen Internet- oder TV-Konsums erforscht. Vermehrt werden Psychologen auch in der Betreuung von Jugendlichen und Kindern gebraucht, was eine entsprechende Zusatzausbildung erfordert. Möchte man als Psychotherapeut andere Menschen behandeln, so ist generell eine entsprechende Fachausbildung anzuschließen. Diese umfaßt 4.200 Ausbildungsstunden in Theorie und Praxis und kostet ca. 20.000 bis 30.000€.
Informationen über die verschiedenen Studienkosten im Psychologiestudium finden Sie hier.
Sie können auch mit dem Finanzbedarf-Check Ihre persönlichen Studienkosten ermitteln.