Finanzierungsvarianten

Finanzierungsvarianten

Wie finanziere ich mein Studium?

 

Hier erfahren Sie mehr über unterschiedliche Finanzierungsvarianten - von der familiären Unterstützung, des Nebenjobs, des BAföGs, des Stipendiumsbis zu Studienkrediten und –darlehen.

 

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Familiäre Unterstützung

Familiäre Unterstützung

 

 

Die Frage der Finanzierung von studienbedingten Kosten wird i.d.R. sicher zuerst mit den Eltern oder Verwandten diskutiert. Diese decken oftmals einen Großteil der Kosten, sofern es ihre finanziellen Mittel erlauben. Planen Sie jedoch ein Studium an einer Privathochschule oder im Ausland, so ist Ihre Familie oftmals schnell mit der Bewältigung der Kosten überfordert. Sie müssen sich also um weitere Finanzierungsquellen kümmern.

 

 

 

 

 

Nebenjobs:

Nebenjobs

Als Studierender können Sie sich selbst um gelegentliche Nebenjobs bemühen. Typische studentische Tätigkeitsfelder wie das Arbeiten in einem Café oder einer Bar, sind häufig studienfachfremd und benötigen genügend Zeit während des Studiums.

 

Doch zur kompletten Finanzierung des Studiums reicht ein Nebenjob nicht aus und während eines Vollzeitjobs kommt das Studium sicherlich zu kurz. Es besteht daher stets die Gefahr, das Studium zu vernachlässigen. Als Finanzierungsbasis für das Studium bietet sich daher im Idealfall eine Kombination aus familiärer Unterstützung, Nebenjobs und verschiedenen Konzepte der Studienfinanzierung an. Hier finden Sie eine Kurzübersicht zu den verschiedenen Möglichkeiten.

 

Was zu beachten ist

Eine komplette Finanzierung des Studiums allein mit Hilfe von Nebenjobs gestaltet sich eher schwierig. Falls Sie sich dennoch etwas dazu verdienen wollen, sollten Sie Folgendes beachten:

  • 450-Euro-Jobs: Kleineren Nebentätigkeiten bis zu insgesamt 450€ monatlich sind sozialversicherungsfrei. Allerdings zahlen Beschäftigte, die nach dem 1. Januar 2013 ihren Arbeitsvertrag abgeschlossen haben, in die Rentenkasse ein. Wer bereits am 31.12.12 geringfügig beschäftigt war, bleibt rentenversicherungsfrei, wenn das Einkommen bei nicht mehr als 400€ liegt.
  • Nicht mehr als 20h/ Woche: Um geringere Sozialabgaben leisten zu müssen, sollten Sie als Studierender während der Vorlesungszeit nicht mehr als 20 Stunden pro Woche in Nebenjobs tätig werden. Ausgenommen von der 20-Stunden-Regelung sind Aushilfstätigkeiten in der vorlesungsfreien Zeit.
  • BAföG vs. Nebenverdienst: Achtung, das Einkommen aus Ihren Nebenjobs kann sich, sofern Sie BAföG empfangen, u.U. negativ auf Ihre Unterstützung auswirken. So dürfen Sie monatlich nicht mehr als 400€ mit Ihren Studentenjobs erwirtschaften, um den bisherigen BAföG-Satz aufrecht zu erhalten.
  • Kindergeld vs. Nebenverdienst: Wenn Sie unter 25 Jahre alt sind, erhalten Ihre Eltern Kindergeld für Sie. Seit Beginn 2012 wird das Kindergeld ohne Berücksichtigung Ihrer Einkünfte aus Nebenjobs o. ä. gezahlt. Dies gilt allerdings nur während Ihres Erststudiums und wenn Sie weniger als 20h/ Woche arbeiten.
  • Steuern: Pro Monat können Sie bis zu 753€ dazu verdienen, ohne darauf Steuern zahlen zu müssen. Vorsicht jedoch bei Vollzeitjobs in der vorlesungsfreien Zeit. Hier können auch höhere Monatseinkünfte zusammen kommen. Der Grundfreibetrag für Studenten, die einem Nebenjob (keinem 450€-Job!) nachgehen liegt bei 8.004€ pro Jahr. Allerdings können 1.000€ als Arbeitnehmerpauschalbetrag und 36€ als Sonderausgabenpauschalbetrag in der Steuererklärung geltend gemacht werden, wodurch jährlich bis zu 9.040€ steuerfrei verdient werden können.
  • Selbständigkeit: Wenn Sie Ihre Nebenjobs in Form einer Selbständigkeit verfolgen, dann müssen Sie hierfür eine Steuererklärung anfertigen. Bleiben Sie insgesamt unter einem Verdienst von 8.004€, so liegt Ihr Gewinn unter dem Grundfreibetrag und ist steuerfrei. Wenn Sie mehr als 17.500€ einnehmen, dann sind Sie umsatzsteuerpflichtig. Eine Gewerbesteuerpflicht tritt erst dann ein, wenn Sie mehr als 24.500€ erwirtschaften. Für Ihre selbständige Tätigkeit gilt dieselbe Stundenregelung wie für eine Nebentätigkeit als Mitarbeiter.

Unser Tipp

Als Nachhilfelehrer können Sie zeitlich flexibel arbeiten und Ihr Stundenhonorar selbst bestimmen. Bei Tutoria.de oder abiturma.de (speziell für Mathematik) können Sie sich als Nachhilfe-Lehrer kostenlos anmelden / bewerben.

 

 

BAföG:

BAföG

BAföG ist ein rein staatliches Förderangebot. Ziel der Förderung ist es, jungen Menschen ein Studium zu ermöglichen. Die Förderhöhe richtet sich hierbei jedoch nach den finanziellen Verhältnissen der Eltern und des Studierenden selbst. Grundsätzlich gilt: Zur Hälfte ist BAföG ein nicht rückzahlungspflichtiger Zuschuss, zur Hälfte ein zinsloses Darlehen des Staates. Der Höchstsatz liegt bei rund 670€ im Monat und mit der Tilgung des Darlehens müssen Sie fünf Jahre nach Beendigung Ihres Studiums beginnen.

 

Die wichtigsten Voraussetzungen für eine Förderung

  • Die Stellung des BAföG-Antrags bei Ihrem Studentenwerk.
  • Das gewählte Studium ist BAföG-förderungsfähig.
  • Sie sind zu Beginn des Studiums unter 30 Jahre alt.
  • Anhand Ihrer Studienleistungen kann davon ausgegangen werden, dass Sie das Studienziel erfüllen.
  • Sie sind deutscher Staatsbürger, Elternteil oder Ehegatte eines Deutschen, Asylberechtigter oder aufgenommener Flüchtling.
  • Das Einkommen Ihrer Eltern überschreitet die in §24 BAföG festgesetzten Freibeträge nicht.
  • Ihre monatliche Verdienst übersteigt 400€ während der Förderung nicht (4.800€ pro Jahr).

Unsere Tipps

Stellen Sie den Antrag rechtzeitig, da die Förderung nicht rückwirkend ab Studienbeginn, sondern ab dem Monat der Antragstellung gezahlt wird. Informieren Sie sich des Weiteren beim BAföG-Amt und nutzen Sie vorab den BAföG-Rechner zur Ermittlung der Höhe Ihres Förderanspruchs. Die Förderung über BAföG ist häufig nicht ausreichend, um die studienbedingten Kosten decken zu können. BAföG lässt sich jedoch sehr gut mit anderen Studienfinanzierungslösungen kombinieren. Beachten Sie jedoch, dass Sie auch für einen Teil des BAföGs bereits Rückzahlungsverpflichtungen haben und kalkulieren Sie dies mit ein.

 

 

 

 

 

 

Stipendium

Stipendium

Als Alternative zu einer Finanzierung kann man sich bei verschiedensten Stiftungen für ein Stipendium bewerben. In Deutschland werden rund 14.000 Studierende durch Stipendien unterstützt. Es kommt also nur eine vglw. kleine Gruppe Studenten in den Genuss eines Stipendiums. Der Bewerbungsaufwand lohnt sich aber dennoch, denn Stipendien müssen nicht zurückgezahlt werden und können wenigstens einen Teil der studienbedingten Kosten decken.

Was zu beachten ist

  • Stipendien werden nicht nur an Hochbegabte vergeben.
  • Ein überdurchschnittliches Abiturzeugnis ist wichtig und gesellschaftliches Engagement oft ausschlaggebend.
  • Oft wird die Referenz eines Professors vorausgesetzt.

Unser Tipp

Die wichtigsten Stiftungen innerhalb Deutschlands finden Sie auf der Internetseite des Bundesverbands Deutscher Stiftungen sowie auf der Seite von Stiftung Warentest.
Sind Sie an einem Auslandsstipendium interessiert, kontaktieren Sie den Deutschen Akademischen Austauschdienst . Erkundigen Sie sich unbedingt nach den an Ihrer Hochschule bestehenden Programmen.

 

 

 

 

 

Studienkredite und-darlehen:

Studienkredite und -darlehen

Studienkredite sind zum Einen in staatliche und privatwirtschaftliche Angebote zu unterscheiden, zum Anderen nach dem Förderungsumfang – Studienbeitragsdarlehen für Studiengebühren an öffentlichen Hochschulen und Studienkredite für Lebenshaltungskosten.

 

Die verschiedenen Angebote funktionieren grundsätzlich nach den Prinzipien eines Darlehens. Man schließt einen Kreditvertrag ab, erhält anschließend die vereinbarten monatlichen Auszahlungen und zahlt später mit Zins und Tilgung über einen bestimmten Zeitraum zurück. Meistens zahlt man daher mehr zurück, als man nominal erhalten hat.
Auf Sicherheiten wird zwar anders als bei klassischen Kreditgeschäften verzichtet, dafür ist aber teilweise schon in der Auszahlungsphase und damit während des Studiums die Zahlung von Zinsen fällig.

 

Spezielle Studentenkredite werden vor allem von der Deutschen Bank, sowie den Volksbanken und Sparkassen angeboten, letztere weisen auch regional spezielle Angebote auf. Ein neuer Anbieter für Studienkredite in Deutschland ist der Kreditvermittler Future Finance. Als staatliche Variante steht der KfW Studienkredit zur Verfügung. Studienbeitragsdarlehen werden von mehreren staatlichen Landesbanken (z.B. NRW Bank, L-Bank) angeboten.

 

Was zu beachten ist

  • Finanzierung von Studiengebühren, z.T. auch Lebenshaltungskosten.
  • Studienkredite werden direkt von den Banken vergeben.
  • Unterschiedlichste Angebote hinsichtlich der Zinssätze für die Rückzahlung und während des Studiums.
  • Altersbeschränkungen beachten.
  • Die Rückzahlung kann teilweise in größeren Raten oder als Sondertilgung erfolgen. Teilweise kann die Rückzahlung auch über einen sehr langen Zeitraum gestreckt werden.
  • Teilweise Paketangebote mit integriertem Girokonto.
  • Z.T. werden Leistungsnachweise verlangt.

Darüber hinaus werden Bildungsfonds Deutschland immer beliebter. Durch Bildungsfonds können Studiengebühren, Lebenshaltungskosten und Auslandsaufenthalte finanziert werden. Besonderes Merkmal dieser Studienfinanzierungsart ist die einkommensabhängige Rückzahlung nach Studienende und erfolgreichem Berufsstart. Statt Zins und Tilgung wird hier ein bestimmter Prozentsatz des monatlichen Bruttoeinkommens zurückgezahlt.

 

Studien- bzw. Bildungsfonds gelten als besonders sozialverträgliche, gut kalkulierbare Studienfinanzierungslösung.

 

Mehr Information zu den Studienkrediten finden Sie hier.